Multivitamine für Sportler, Vegetarier, Veganer und Menschen mit Unverträglichkeiten

Lebensstil und Ernährung: Sportler, Vegetarier, Veganer und Menschen mit Unverträglichkeiten

Der Nährstoffbedarf variiert nicht nur je nach Alter und Geschlecht, sondern auch abhängig vom individuellen Lebensstil und der Ernährungsweise. Sportler benötigen häufig andere Mikronährstoffmengen als Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit. Vegetarier und Veganer müssen besonders darauf achten, bestimmte Vitamine und Mineralstoffe ausreichend zuzuführen. Menschen mit Unverträglichkeiten oder Allergien sind bei der Auswahl geeigneter Multivitaminpräparate ebenfalls gefordert. Ein gezieltes, auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes Supplement kann hier sinnvoll sein.

Multivitamine für Sportler: Erhöhter Bedarf durch intensiven Stoffwechsel

Wer viel trainiert, verbraucht nicht nur mehr Kalorien, sondern benötigt auch mehr Vitamine und Mineralstoffe.
B-Vitamine und Magnesium: Unterstützen den Energiestoffwechsel und die Muskelfunktion.
Antioxidantien wie Vitamin C und E: Können helfen, den durch intensives Training erhöhten oxidativen Stress zu reduzieren.
Eisen und Zink: Wichtig für Sauerstofftransport und Immunsystem, insbesondere bei Ausdauersportlern.

Ein auf sportliche Anforderungen abgestimmtes Multivitamin kann dazu beitragen, Leistungseinbussen durch Nährstoffmängel zu verhindern.

Multivitamine für Vegetarier und Veganer: Kritische Nährstoffe im Blick

Menschen, die auf Fleisch und tierische Produkte verzichten, sollten auf eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Mikronährstoffen achten:
Vitamin B12: Fast ausschliesslich in tierischen Produkten enthalten, daher für Veganer besonders kritisch.
Eisen und Zink: Pflanzliche Quellen sind vorhanden, werden jedoch oft schlechter aufgenommen.
Calcium und Vitamin D: Bei veganer Ernährung kann die Aufnahme geringer sein, besonders wenn Milchprodukte gemieden werden.
Omega-3-Fettsäuren (keine Vitamine, aber dennoch wichtig): Hochwertige, pflanzliche Omega-3-Quellen wie Leinsamen oder Algenöl können sinnvoll sein.

Ein gut zusammengesetztes Multivitaminpräparat kann helfen, Lücken zu schliessen, sollte jedoch immer durch eine sorgfältig geplante Ernährung ergänzt werden.

Multivitamine für Menschen mit Unverträglichkeiten und Allergien

Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien können die Auswahl der Lebensmittel einschränken. Dies kann zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen führen, insbesondere wenn ganze Lebensmittelgruppen gemieden werden müssen.
Laktoseintoleranz: Kann zu geringerer Aufnahme von Calcium führen, wenn auf Milchprodukte verzichtet wird.
Glutenintoleranz (Zöliakie): Reduzierte Aufnahme von Vollkornprodukten kann zu geringerer Zufuhr von B-Vitaminen führen.
Allergien auf Nüsse oder bestimmte Gemüsesorten: Können die Nährstoffvielfalt einschränken.

Ein Multivitamin kann in solchen Fällen ein sinnvolles Hilfsmittel sein, um sicherzustellen, dass trotz eingeschränkter Lebensmittelauswahl wichtige Mikronährstoffe zugeführt werden.

Individuelle Beratung und Produktauswahl

Wer sein Ernährungskonzept verändert, mehr Sport treibt oder aufgrund von Unverträglichkeiten Lebensmittel meidet, sollte gegebenenfalls fachlichen Rat einholen. Eine individuelle Beratung durch Arzt, Ernährungsberater oder Apotheker kann helfen, ein passendes Multivitaminpräparat zu finden, das auf den persönlichen Bedarf zugeschnitten ist.

Ob Sportler, Vegetarier, Veganer oder jemand mit Unverträglichkeiten – die individuellen Anforderungen an Vitamine und Mineralstoffe unterscheiden sich stark. Ein hochwertiges Multivitaminpräparat kann eine sinnvolle Ergänzung sein, um Defiziten vorzubeugen. Wichtig bleibt jedoch immer die Basis: eine möglichst ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung.

Wissenschaftliche Quellen:

1. Thomas DT, Erdman KA, Burke LM. “Position of the Academy of Nutrition and Dietetics, Dietitians of Canada, and the American College of Sports Medicine: Nutrition and Athletic Performance.” J Acad Nutr Diet. 2016;116(3):501–528. doi:10.1016/j.jand.2015.12.006.
2. Craig WJ, Mangels AR. “Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets.” J Acad Nutr Diet. 2014;114(12):1970–1980. doi:10.1016/j.jand.2014.09.027.
3. Wallace TC, Bailey RL, Blumberg JB, et al. “Fruits, vegetables, and health: A comprehensive narrative, umbrella review of the science and recommendations for enhanced public policy to improve intake.” Crit Rev Food Sci Nutr. 2020;60(13):2174–2211. doi:10.1080/10408398.2019.1632258.
4. Rees C, Avdagovska M, Bos C, Shanta A. “Dietary intakes of micronutrients of concern and their association with food allergies, intolerances and restricted diets in US adults.” Br J Nutr. 2021;126(2):265–273. doi:10.1017/S0007114520004145.

 

 

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