Unterschiede bei Multivitamin für Frauen oder Männer

Geschlechterspezifische Unterschiede: Multivitamine für Frauen und Männer

Frauen und Männer unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht – auch, wenn es um den Nährstoffbedarf geht. Hormonelle Unterschiede, Körperzusammensetzung, Lebensphasen wie Schwangerschaft oder Wechseljahre sowie unterschiedliche gesundheitliche Risikoprofile beeinflussen den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Ein massgeschneidertes Multivitaminpräparat kann dabei helfen, geschlechterspezifische Nährstofflücken zu schliessen.

Besondere Anforderungen an Multivitamine für Frauen

Eisen und Folsäure
– Frauen verlieren aufgrund der monatlichen Menstruation regelmässig Blut und damit Eisen. Ein erhöhter Eisenbedarf ist häufig die Folge.
– Für Frauen mit Kinderwunsch sowie in der Schwangerschaft ist Folsäure essenziell, um die gesunde Entwicklung des Fötus sicherzustellen.

Calcium, Vitamin D und Knochengesundheit
– Frauen haben ein höheres Risiko für Osteoporose, insbesondere nach den Wechseljahren, wenn der Östrogenspiegel sinkt.
– Ein ausreichend hoher Calcium- und Vitamin-D-Spiegel unterstützt den Erhalt der Knochendichte.

B-Vitamine und Hautgesundheit
– B-Vitamine, vor allem Biotin, können zur Erhaltung gesunder Haut, Haare und Nägel beitragen.
– Auch das Immunsystem und der Energiestoffwechsel profitieren von einer ausreichenden Versorgung mit B-Vitaminen.

Spezielle Bedürfnisse: Multivitamine für  Männern

Zink und Selen
– Zink ist wichtig für die Gesunderhaltung der Prostatadrüse und für eine normale Spermienproduktion.
– Selen unterstützt die männliche Fruchtbarkeit und wirkt antioxidativ.

B-Vitamine für Energie und Stoffwechsel
– Männer haben aufgrund ihrer in der Regel höheren Muskelmasse und ihres aktiven Stoffwechsels oft einen etwas höheren Bedarf an bestimmten B-Vitaminen, um den Energiestoffwechsel zu unterstützen.

Magnesium und Herz-Kreislauf-Gesundheit
– Magnesium kann eine Rolle bei der Unterstützung der Herz-Kreislauf-Gesundheit spielen, was für Männer von Bedeutung ist, da sie häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Lebensphasen beachten

– Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit benötigen gezielt höhere Mengen an bestimmten Vitaminen, um sowohl den eigenen Körper als auch das wachsende Kind optimal zu versorgen.
– Männer in Phasen intensiver körperlicher Belastung oder mit hohen sportlichen Ambitionen können von einem zusätzlichen Ausgleich profitieren, um Muskeln und Energiestoffwechsel zu unterstützen.

Geschlechterspezifische Unterschiede machen es sinnvoll, bei der Wahl von Multivitaminpräparaten auf spezielle Rezepturen für Frauen oder Männer zu achten. Während Frauen vor allem Eisen, Folsäure, Calcium und Vitamin D im Blick haben sollten, steht bei Männern häufig eine ausreichende Versorgung mit Zink, Selen und B-Vitaminen im Vordergrund. Eine individuelle Beratung und regelmässige ärztliche Untersuchungen können dabei helfen, den tatsächlichen Bedarf realistisch einzuschätzen.

Wissenschaftliche Quellen:

1. Institute of Medicine (US) Panel on Micronutrients. Dietary Reference Intakes for Vitamin A, Vitamin K, Arsenic, Boron, Chromium, Copper, Iodine, Iron, Manganese, Molybdenum, Nickel, Silicon, Vanadium, and Zinc. National Academies Press (US); 2001. doi:10.17226/10026.
2. Traber MG, Stevens JF. “Vitamins C and E: beneficial effects from a mechanistic perspective.” Free Radic Biol Med. 2011;51(5):1000–1013. doi:10.1016/j.freeradbiomed.2011.05.017.
3. Gallagher JC. “Vitamin D and bone density, fractures, and falls: the end of the story?” Lancet Diabetes Endocrinol. 2018;6(11):834–835. doi:10.1016/S2213-8587(18)30262-8.
4. Dominguez LJ, Barbagallo M. “Nutritional Prevention of Cognitive Decline and Dementia.” Acta Biomed. 2018;89(2):276–290. doi:10.23750/abm.v89i2.6519.

 

 

 

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